Referent

Dr. med. Peter Langkafel,
Business Consultant, SAP Deutschland AG & Co. KG

Titel:
Von E-Health zu €-Health

Abstract:
Der Vortrag fokussiert drei Fragestellungen:

1. Welchen Nutzen können moderne E-Health Lösungen schon heute bringen?
2. Wie kann ein solches Projekt aufgesetzt werden (International best practice)
3. Welche Hindernisse und Herausforderungen sind zu überwinden?

IT-Plattformen, über die Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte zusammenarbeiten, weisen für das deutsche Gesundheitswesen ein Einsparpotential von rund 400 Millionen Euro pro Jahr auf. Außerdem rechnet sich die Einführung solcher Plattformen bereits für das einzelne Krankenhaus. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von SAP gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Accenture durchgeführt wurde. Anhand von 25 Einflussfaktoren ermittelten die Experten in Tiefeninterviews mit 20 ärztlichen und kaufmännischen Krankenhausleitern aus ganz Deutschland den klinischen und betriebswirtschaftlichen Nutzen so genannter E-Health-Lösungen. Gemeint sind IT-Plattformen über die Fachärzte, Kliniken, Reha-Einrichtungen und Krankenkassen digital zusammenarbeiten können. 80 bis 90 Prozent aller stationär behandelten Patienten werden im Zusammenhang mit einem Klinikaufenthalt vorher oder nachher ambulant behandelt. Beim Informationsaustausch, zum Beispiel mit den einweisenden Ärzten, besteht heute noch erhebliches Optimierungspotenzial. Meist werden Informationen per Brief oder Telefon ausgetauscht, nicht selten wird der Patient selbst als ‚Briefträger’ eingesetzt. Hier setzen moderne E-Health-Lösungen an: Über eine IT-Plattformen können beispielsweise einweisende Ärzte Termine in der Klinik buchen, Patientenunterlagen digital weiterreichen sowie Patientenakten für die Weiterbehandlung in beiden Richtungen austauschen. Durch die Nutzung solcher Plattformen ergibt sich nach Einschätzung der befragten Krankenhausmanager für das einzelne Krankenhaus pro Patient ein Nutzen von rund 100 Euro. Aus E-Health wird €-Health: Deutsches Gesundheitswesen hat Einsparpotenziale von 400 Mio. Euro. Dieser Nutzen lässt sich weiter aufgliedern in einen klinischen und einen betriebswirtschaftlichen Nutzen. Zu den relevanten Einflussfaktoren gehören unter anderem die Vermeidung von Mehrfachuntersuchungen durch den verbesserten Austausch von existierenden Untersuchungsergebnissen zwischen Fachärzten und Krankenhäusern, die Verkürzung der Verweildauer durch den Wegfall von Eingangsuntersuchungen, die Vermeidung von Komplikationen durch erhöhte Informationstransparenz sowie die Reduktion administrativer Kosten durch verringerte papierbasierte Kommunikation. Die Studie wurde nach der Delphi-Methodik, also mit Hilfe strukturierter, ausführlicher Experteninterviews, im Zeitraum Herbst 2007 bis Frühjahr 2008 durchgeführt. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem die Charité Universitätsmedizin Berlin, die DRK Kliniken Berlin, das Vivantes-Klinikum Berlin, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Asklepios Klinik Hamburg-Barmbek und die Sana Kliniken München.

Kurzbiografie:
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