Referent

Oliver Lorenz
Oliver Lorenz,
Geschäftsführer, Wegweiser GmbH Berlin

Arbeitstitel:
Impuls:Profitiert Berlin-Brandenburg von eHealth? - Ergebnisse aus dem Monitoring Gesundheitswirtschaft & eHealth Deutschland 2008

Abstract:
Die Bedeutung und Potenziale von Prozessorientierung, eHealth und Vernetzungsaspekten werden als Zukunftsthemen im deutschen Gesundheitssektor erkannt; in der Umsetzung gibt es jedoch noch großen Handlungsbedarf. Das ist die zentrale Botschaft des "Monitoring eHealth & Gesundheitswirtschaft Deutschland 2007/2008", das seit 2005 jährlich von der Wegweiser GmbH Berlin in Kooperation mit BDI, Bitkom, ZVEI, Hartmannbund, VKD, BMC, BVDA und dem Hartmannbund durchgeführt wird. Für die Studie zu Stand und Perspektiven der technologiegestützten Modernisierung des deutschen Gesundheitswesens wurden 1.750 Krankenhäuser, 230 gesetzliche und private Kassen, niedergelassene Ärzte und Apotheken befragt. Die Ergebnisse im Überblick:

• Die Gesundheitsreform zeigt Wirkung. Insbesondere Elemente zur Stärkung der Eigenverantwortung wie die Einführung von Wahltarifen werden wirkungsvoll eingestuft.

• Die Krankenhäuser bewerten ihre wirtschaftliche Situation durchwachsen ("eher gut" 28 %; "eher schlecht" 22 %). Bei den Krankenversicherungen wirkt die positive Konjunktur und wohl auch die Gesundheitsreform: 57 % schätzen die Lage gut ein.

• Sowohl Kostenträger als auch Leistungserbringer sehen Bereiche für Effizienzsteigerungen und eine große Dringlichkeit von Optimierungsmaßnahmen in ihrer Organisation. Dies betrifft bei Krankenhäusern und Krankenversicherungen besonders die Bereiche Organisation, Personal und IT/EDV. Die Optimierungspotenziale für bereichsübergreifende Prozesse werden jedoch noch unzureichend ins Visier genommen.

• Die Nutzung und der Nutzen der Informationstechnologie beschränkt sich zu stark auf die eigene Einrichtung; intern ist die ITK-Durchdringung jedoch weit vorangeschritten. Die vorhandenen ITK-Infrastrukturen werden von den Krankenhäusern im Hinblick auf die Zukunftsherausforderungen als verbesserungswürdig betrachtet. Die Krankenversicherungen sehen sich dagegen überwiegend gewappnet.

• Die Bedeutung von eHealth steigt bis 2010 nach Ansicht aller Befragtengruppen. Bedeutsamer werden dabei vor allem elektronische Patientenund Gesundheitsakten, Gesundheitsnetzwerke, Telediagnostik, Teleradiologie und Telemonitoring. Die elektronische Gesundheitskarte als Schlüssel für Folgetechnologien wird dabei nur von den Ärzten und den Apotheken noch nicht ausreichend erkannt.

• Der Nutzen der "freiwilligen Anwendungen" der elektronischen Gesundheitskarte wird etwas höher eingeschätzt als der Nutzen der "Pfichtanwendungen".

• Die ITK-Budgets werden insbesondere von den Krankenversicherungen als überwiegend gut bezeichnet. Für 2008 ist - mit leichter Ausnahme bei den niedergelassenen Ärzten und den Apotheken - generell mit steigenden Investitionen in eHealth zu rechnen. Die eHealth-Investitionsbarometer lassen eine deutliche Aufhellung bei Krankenhäusern und Krankenversicherungen erwarten.

In seinem Vortrag wird Herr Lorenz die Ergebnisse des Monitorings speziell für Berlin/Brandenburg fokussieren.

Kurzbiografie (Beruflicher Lebenslauf):

  • 1988 - 1992 Studium Politikwissenschaft
  • 1992 - 1993 Referent im Deutschen Bundestag (Ausschuss Treuhandanstalt)
  • 1993 - 1995 Referent im Präsidialbereich der Treuhandanstalt (Presse, Beziehungen zum Bund, internationale Beziehungen)
  • 1995 - 1996 Berater für Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (Arbeitsgruppe “Markt&staat” des Sonderbeauftragten Dr. Klaus von Dohnanyi)
  • seit 1997 Geschäftsführer und Gesellschafter der Wegweiser Gmbh Berlin, Einem Marktforschungs – und Kommunikationsunternehmen (www.wegweiser.de)

Zurück