Referent

Thomas Kamps
Thomas Kamps
Fraunhofer IGD

Titel:
Semantische Suche meets Wissensmanagement

Abstract:
In der heutigen Wissensgesellschaft sind Informationen ein Schlüssel zum Erfolg, aber der Berg an Daten wächst stetig. Datenerfassung geschieht in der Regel in einem lokalen Arbeitskontext, der auf Grund des arbeitsteiligen Prinzips ein hohes Maß an Effizienz ermöglicht. Die Kehrseite der Arbeitsteilung besteht jedoch in der Existenz einer Vielzahl von Informationssystemen und Insellösungen. Vielzahl von Systemen und Menge an Daten machen es dem Nutzer immer schwerer benötigte Informationen zeitnah zu finden und für das Unternehmen bedeutet dies hohe Kosten. Der Ansatz von ConWeaver besteht darin, mit Hilfe sogenannter Analyseworkflows unternehmensspezifische Wissensnetze automatisch aus den Daten zu erzeugen. ConWeaver Wissensnetze verknüpfen die Geschäftsobjekte (Produkte, Projekte, Kunden, Experten, etc.) des Unternehmens mit deren semantischem Kontext, d.h. anderen Geschäftsobjekten, relevanten Themen, deren Übersetzungen, Synonymen und verwandten Begriffen. Durch semantische Datenintegration wird informationstechnisch ein Mehrwert erzeugt, der in den lokalen Daten gar nicht enthalten ist, der aber für eine intelligente, skalierbare semantische Suche von großem Nutzen ist.

Kurzbiografie:
Dr. Thomas Kamps ist Geschäftsführer der ConWeaver GmbH, einer Ausgründung des Fraunhofer IGD in Darmstadt. Die ConWeaver GmbH entwickelt vermarktet die semantische Suchmaschine ConWeaver. Von 2003 bis 2006 führte Dr. Kamps den Forschungsbereich Intelligent Content Technologies (ConTec) am Fraunhofer Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI). Der Schwerpunkt des Forschungsbereichs lag auf der Erforschung automatischer Informationsextraktions- und Ontologieaufbauverfahren, sowie in der gezielten industriellen Entwicklung semantischer Suchtechnologien. Von 1997 bis 2002 war Dr. Kamps Geschäftsführer der IPSI Ausgründung intelligent views GmbH, die das Ontologie Management System K-Infinity entwickelt und vertreibt. Bis 1999 war Dr. Kamps am Lehrstuhl Industrielle Prozess- und Systemkommunikation der Technischen Universität Darmstadt verantwortlich für die Koordination europäischer und deutscher Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Von 1992 bis 1996 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung, wo sein Forschungsschwerpunkt auf der Entwicklung wissensbasierter Visualisierungsverfahren lag. 1997 promovierte er mit Auszeichnung an der Technischen Universität Darmstadt in Informatik auf dem Gebiet der automatischen Informationsvisualisierungs. Sein Diplom in Mathematik erlangte er 1991 am Fachbereich Mathematik der Technischen Universität Darmstadt.

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